
Lüftungsanlagen sorgen für ein angenehmes, frisches und sauberes Raumklima. Sie leiten verbrauchte, feuchte und geruchsbelastete Luft ins Freie und führen im Austausch dem Raum frische Luft zu. Die meisten Modelle verfügen über ein Wärmerückgewinnungssystem, durch das der Heizenergiebedarf reduziert werden kann. Zudem wird durch richtigen Luft- und Feuchteaustausch die Gebäudesubstanz geschützt und Schimmelbildung vorgebeugt.
Bei richtiger Pflege kann eine Lüftungsanlage über Jahre störungsfrei laufen. Um ein gutes Raumklima zu schaffen, sollte eine Anlage pro Stunde und Person ca. 30 Kubikmeter Luft austauschen. Hochgerechnet auf mehrere Personen kann man erahnen, wieviel Luft eine Anlage pro Jahr umwälzt. Entsprechend wichtig ist es, eine Lüftungsanlage regelmäßig und richtig zu warten, um den hygienisch sauberen Betrieb und die volle Leistung sicherzustellen.
Aufwand und Kosten der Wartung sind abhängig von der Art der Anlage, müssen aber keinesfalls teuer oder zeitaufwendig sein. Hält sich der Nutzer an die in der Betriebsanleitung des Herstellers vorgegebenen Instandhaltungsmaßnahmen, sind die Kosten planbar und kontrolliert. Unzureichende Anlagenwartung führt hingegen zu schlechter Leistung und im schlimmsten Fall sogar zu Ausfallzeiten der Anlage, was unnötig Zeit, Geld und vor allem Ärger kostet. Doch das kann verhindert werden.
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen dezentralen und zentralen Lüftungsanlagen.

Dezentrale Lüftungsanlagen sind direkt in dem zu belüftenden Zimmer installiert und mittels Kernlochbohrung in die Außenwand eingelassen. Je nach Zimmeranzahl, Raumgröße und Nutzung sind mehrere Geräte installiert und miteinander verbunden. Eine zentrale Lüftungsanlage besteht aus einem einzigen Lüftungsgerät. An dieses ist ein Rohrsystem angeschlossen, das die Ab- und Zuluft der verschiedenen Räume regelt. Der Abtransport der verbrauchten Luft nach draußen und die Zufuhr der frischen Luft in die Räume erfolgt über zwei Ein- und Auslässe in der Außenwand. Welche Lüftungsanlage sich für Sie eignet und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie hier.
Ein weiterer Faktor in Punkto Luftqualität und Wartung ist die Art der eingesetzten Filter. Grundsätzlich unterscheiden sich die Filter darin, wie grob bzw. fein die Partikel sind, die sie herausfiltern können. Gröbere Filter reinigen die Luft von einfachen Staubkörnern, feinere Filter können die Luft von kleinsten Teilchen wie Feinstaub und Pollen befreien, was Allergikern das Leben spürbar erleichtert. Zudem gibt es Unterschiede in den verwendeten Filtermaterialien. So gibt es z. B. Aktivkohlefilter, welche zusätzlich Gerüche aus der Luft nehmen. In den meisten Lüftungsanlagen wird eine Kombination aus Grob- und Feinfiltern eingesetzt. Auch hier sollte man wissen, wie man die verschiedenen Filterarten wartet.
Speziell bei dezentralen Lüftungsanlagen sind es in erster Linie kleine, routinemäßige Reinigungsarbeiten. Der Vorteil ist, dass man diese Wartungsmaßnahmen meist selbst durchführen kann und so die Wartungskosten überschaubar bleiben.
Detaillierte Schritte der Wartung entnehmen Sie bitte immer den Angaben des Herstellers. Wir sprechen nur generelle Empfehlungen aus und möchten Ihnen mit dem kleinen Einmaleins der Wartung von Lüftungsanlagen die Notwendigkeit der regelmäßigen Instandhaltung näherbringen.

Bei zentralen Anlagen gelten die gleichen Wartungsarbeiten wie bei dezentralen Anlagen. Der aufwendigste und auch kostenintensivste Punkt ist die Reinigung der Lüftungsrohre. Hier werden Spezialisten benötigt, die mit speziellen Geräten das Rohrsystem reinigen. Dies ist ca. alle 3–6 Jahre notwendig, je nach Verschmutzungsgrad. Hinzu kommen noch folgende Punkte: