
Achten Sie auf sich und Ihre Gesundheit? Treiben Sie Sport? Ernähren sich bewusst und gehen regelmäßig zur Vorsorge? Zu einem gesunden Leben gehört auch gute, frische Luft. Eigentlich das Essenziellste überhaupt und doch so oft vernachlässigt, vor allem in Wohnräumen und Büros.
Die meiste Zeit des Tages halten sich Leute heutzutage nicht im Freien, sondern in Gebäuden bzw. den darin befindlichen Räumen auf. Daher ist das Thema Raumklima etwas, das uns durchaus beschäftigen sollte. Denn ein gutes Raumklima hat großen Anteil an körperlichem und seelischem Wohlbefinden. Ein schlechtes Raumklima dagegen hat auf Dauer tatsächlich negative gesundheitliche Auswirkungen bis hin zu handfesten Krankheiten.

Doch nicht nur verunreinigte oder stark kohlendioxidhaltige Luft fallen in die Rubrik schlecht Luft. Auch zu warme, zu kalte und zu feuchte oder zu trockene Luft können die Gesundheit beeinträchtigen.
Je mehr Personen sich in einem Raum aufhalten und je besser der Raum isoliert ist, desto höher ist mit zunehmender Dauer nicht nur der Schadstoffgehalt, sondern auch der Gehalt an Wasserdampf, also die Feuchtigkeit in der Luft (bei 4 Personen bis zu 12 Liter täglich). Das kann beispielsweise zu Schimmelbildung führen und somit unsere Gesundheit nachhaltig schädigen. Auf der anderen Seite wird die Raumluft vor allem in den Wintermonaten tendenziell zu trocken, da auch die Außenluft, die bei einer Lüftung einströmt, aufgrund der niedrigeren Temperaturen insgesamt viel trockener ist.
In der Tat kann die Luft im Winter in Innenräumen auf unter 30 % Wasserdampfsättigung fallen. Dann wird sie oft als unangenehm empfunden und kann sich tatsächlich nachteilig auswirken, vor allem auf die oberen Atemwege. Trockene Schleimhäute, Reizungen, Atemwegserkrankungen, Husten, Schnupfen treten auch aufgrund zu trockener Luft gehäuft auf.
Ein anderes Thema ist die Raumtemperatur. Man merkt subjektiv sehr schnell, wenn es zu kalt oder zu warm ist. Vor allem, wenn es zu kalt ist, neigen Menschen schneller zu Erkältungen oder anderen Krankheiten. Als behaglich werden normalerweise Temperaturen im Bereich von 17 bis 24 °C empfunden.
Schlechte Luft kann aber noch aus ganz anderen Quellen herrühren. Zum Beispiel aus Baumaterialien. Dämmstoffe, lösemittelhaltige Lacke, Klebstoffe, ausgasende Kunststoffe wie PVC-Böden, Kunststoffteppiche etc. Vor allem Lösungsmittel können schon bei geringen Konzentrationen die Lungenzellen angreifen.
Bei Belastungen dieser Art ist es nicht mehr allein mit einer guten Lüftung getan, da diese Stoffe ständig aus den Materialien ausdünsten und nicht mit einer Lüftung abgeführt werden können.
Eine Lösung der beschriebenen Probleme, abgesehen natürlich von der Entfernung von Giftstoffen in verbauten Materialien, kann gegenüber der herkömmlichen, regelmäßigen Fensterlüftung die kontrollierte Wohnraumlüftung bieten.
Bei Bestands- und Altbauten eignen sich Systeme für dezentrale Einzelraumlüftung, da diese leicht nachträglich installierbar sind. Bei Neubauobjekten kann ein zentrales Lüftungssystem direkt bei der Planung berücksichtigt werden. Aber auch beim Neubau sind dezentrale Lüftungsgeräte gut einsetzbar, wenn man auf eine zentrale Lüftung verzichten will.
Dezentrale Anlagen bieten sich zudem als platzsparende Alternative zu zentralen Anlagen an, da weitgehend auf das Verlegen von Lüftungsrohren verzichtet werden kann. Bei korrektem Einsatz und fachgerechter Wartung, die speziell bei dezentralen Anlagen sehr einfach ist, sorgen Lüftungsanlagen für angenehm temperierte und vor allem gesunde Luft mit ausreichend Sauerstoff, befreit von Schmutzpartikeln. Zudem wird die Luft von überschüssiger Feuchtigkeit befreit. Und falls die Luft einmal zu trocken erscheint, kann dies bei entsprechender Konfiguration durch Feuchtesensoren festgestellt werden und die Feuchtigkeit aus der Abluft zurückgewonnen werden, sodass im Raum angenehme Atemluft herrscht.