
Lüften erfüllt vorwiegend drei Zwecke: Frischluftversorgung bzw. Luftqualität verbessern, Luftfeuchtigkeit abführen und Temperaturregulierung. Menschen nehmen die Luftqualität und Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen nur eingeschränkt wahr. Manchmal kommt man erst dann auf den Gedanken, dass es Zeit zum Lüften ist, wenn die Luft schon richtig stickig geworden ist oder unangenehme Gerüche in der Luft liegen. Bei der Temperaturregulierung ist es offensichtlicher. Wird es zu heiß, sind die Fenster schnell geöffnet.
Gerade die Frischluftversorgung, die für eine gesunde Lebensführung sehr wichtig ist, und das Abführen von Luftfeuchtigkeit, die Schimmelpilzen, Hausstaubmilben usw. den Weg ebnet, sind für den Menschen nicht leicht einzuschätzen und entsprechend zu regulieren. Auch bei der Raumtemperatur ist es nicht ganz einfach, die optimale Balance zu finden, denn kostbare Heizenergie ist schnell verschwendet, wenn man die Fenster zu lange offen lässt und die ganze Wärme nach draußen verschwindet. Optimales Lüften gehört für den Menschen nicht zu den leichtesten Übungen, vor allem, wenn er dabei auf mechanische und automatisierte Unterstützung verzichtet. Gerade in den Wintermonaten steht man vor der Herausforderung möglichst viel frische Luft zu bekommen, ohne zu viel Wärme zu verlieren.


Über den Tag lüftet man vor allem, wenn die Luftfeuchtigkeit in den Räumen besonders hoch ist, wie etwa durch Kochen, Baden oder Duschen. Im Schlafzimmer kann man die Fenster grundsätzlich über die ganze Nacht offen lassen, vorausgesetzt es gibt keine dringenden Gründe, sie geschlossen zu halten, wie etwa lästige Insekten.

