
Schimmelpilze sind Teil unserer natürlichen Umwelt und kommen praktisch überall vor – in der Luft, in Böden, in Wohnräumen. Allerdings in so geringen Mengen, dass sie nicht sichtbar sind und keine Gefahr von ihnen aus geht. Sie können über lange Zeit, mitunter Jahre, auch in trockener Umgebung überleben. Wachsen können sie allerdings nur in einer feuchten Umgebung. Wenn sie gute Lebensbedingungen vorfinden und sich vermehren, sind sie vor allem an den charakteristischen, vielfach verzweigten, sich kreisförmig ausbreitenden Pilzfäden zu erkennen. Grundsätzlich zersetzen Schimmelpilze organisches Material und spielen daher eine wichtige Rolle im Naturkreislauf.
Schimmelsporen verbreiten sich über die Luft, daher gibt es sie fast überall. In einer gewissen Konzentration findet man Sporen verschiedener Arten von Schimmel also in allen Häusern und Wohnungen. Ob der Schimmel aber wächst oder nicht, hängt vor allem von den Lebensbedingungen im jeweiligen Gebäude ab.
Zum Wachsen benötigt der Schimmelpilz kein Licht und keinen Sauerstoff, aber Feuchtigkeit und Nährstoffe, da reicht schon einfacher Hausstaub. Schimmel kann tief in Substanzen eindringen und auch das Mauerwerk befallen. Die Ursachen sind nicht nur falsches Lüften und falsches Heizen, oft spielen auch Mängel an der Bausubstanz eine wichtige Rolle. Die meisten Schimmelpilze wachsen bei 80 bis 85 % relativer Luftfeuchte.
Unter Ausnahmebedingungen kann sich Schimmel aber auch bereits bei 65 % oder bis annähernd 100 % relativer Luftfeuchte entwickeln.